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Ablauf der MPU

Ablauf der MPU – so läuft das Verfahren wirklich

Die MPU wirkt undurchsichtig, weil viele Stellen beteiligt sind: Führerscheinstelle, Begutachtungsstelle, ggf. Abstinenzanbieter, Vorbereitung. Hier ist die vollständige Reihenfolge – ohne Behördendeutsch.

1. Anordnung durch die Führerscheinstelle

Alles beginnt mit einem Bescheid Ihrer örtlichen Führerscheinstelle (in Darmstadt z. B. das Bürger- und Ordnungsamt, im Landkreis Darmstadt-Dieburg der Fachdienst Verkehr; in Frankfurt das Straßenverkehrsamt usw.). Darin steht die konkrete Fragestellung für die MPU – das ist der wichtigste Satz im gesamten Verfahren, weil er den Prüfungsmaßstab bestimmt.

2. Sperrfrist / Wartezeit

Bei gerichtlichen Entziehungen gilt eine Sperrfrist (oft 6–24 Monate), in der Sie keinen neuen Führerschein beantragen dürfen. Diese Zeit ist die beste Vorbereitungszeit – Sie sollte nicht ungenutzt verstreichen, gerade wenn Nachweise (Abstinenz) parallel laufen sollen.

3. Auswahl der Begutachtungsstelle

Sie wählen selbst eine amtlich anerkannte Begutachtungsstelle für Fahreignung (BfF). Im Rhein-Main-Gebiet gibt es viele Anbieter (TÜV Hessen, DEKRA, pima-mpu, AVUS u. a.). Es gibt keine „bessere" Stelle im Behördensinne – aber Unterschiede in Ablauf und Terminfindung.

4. Abstinenznachweise (nur Alkohol/Drogen)

Wenn Ihre Konstellation Abstinenz verlangt, starten Sie das Programm frühzeitig bei einer akkreditierten Stelle. Übliche Formate:

  • Urinscreening: 4 Termine in 6 Monaten oder 6 Termine in 12 Monaten, kurzfristig einbestellt.
  • Haaranalyse: zwei Analysen à 3 Monate.
  • CDT (Alkohol): ergänzender Blutwert, keine Alleinbasis.

5. Die Vorbereitung (bei uns)

Parallel oder anschließend läuft die eigentliche Vorbereitung. Dauer und Umfang sind individuell – von 4 bis über 10 Sitzungen. Ziel ist keine perfekte Selbstdarstellung, sondern eine glaubwürdige, tragfähige Verhaltensänderung, die Sie selbst erklären können.

6. Der Prüfungstag

Die eigentliche MPU besteht aus drei Blöcken (ca. 3–4 Stunden vor Ort):

  1. Medizinische Untersuchung: Blutentnahme, Anamnese, kurze körperliche Untersuchung.
  2. Reaktionstest: Gerätetest zu Reaktionsschnelligkeit, Konzentration und Aufmerksamkeit (kein Grund zur Panik – der wird selten zum Problem).
  3. Psychologisches Gespräch: 45–60 Minuten. Hier fällt die Entscheidung. Es geht um Ihre Geschichte, Ihre Aufarbeitung und Ihre stabile Neuordnung.

7. Gutachten und Wiedererteilung

Das schriftliche Gutachten kommt in etwa 10–14 Tagen. Sie bekommen es zuerst und entscheiden, ob es an die Behörde geht. Ist es positiv, beantragen Sie die Neuerteilung – dazu gehören je nach Bundesland zusätzlich Sehtest und Erste-Hilfe-Kurs, falls veraltet.

8. Bei einem negativen Ergebnis

Das ist ärgerlich, aber kein Weltuntergang. Wichtig: nicht sofort einen zweiten Termin buchen, sondern ehrlich analysieren, was tatsächlich fehlte. Wir übernehmen auch Wiederholer und arbeiten dann gezielt an genau den Punkten, an denen das erste Gutachten hakelt.

Häufige Fragen

Antworten aus der täglichen Beratungspraxis – ehrlich und ohne Garantieversprechen.

Vom Antrag bei der Führerscheinstelle bis zum Ergebnis vergehen meist mehrere Monate. Bei Alkohol/Drogen kommt der Abstinenznachweis (6 oder 12 Monate) hinzu – der ist oft der zeitkritische Faktor.

Eine MPU besteht aus drei Teilen: medizinische Untersuchung, Reaktionstest am Gerät und ein psychologisches Gespräch (in der Regel 45–60 Minuten). Insgesamt sind Sie ca. 3–4 Stunden vor Ort.

Nein. Das schriftliche Gutachten wird in der Regel innerhalb von 10–14 Tagen erstellt und geht an Sie. Ob und wann Sie es an die Behörde weitergeben, entscheiden Sie.

Sie können sie wiederholen – aber mit dem Wissen, was beim ersten Mal fehlte. Wir bereiten auch Wiederholer vor. Zwischen den Terminen sollte eine echte Auseinandersetzung mit dem ersten Ergebnis stehen, nicht nur der zweite Anlauf.

Bereit für den nächsten Schritt?

15–20 Minuten, kostenlos und unverbindlich. Furkan Baris analysiert Ihre Akte und sagt Ihnen ehrlich, wie viel Vorbereitung realistisch nötig ist.